HD 500 Cell DBDS - Canopy

Bereits auf der ROTOR live 2013 fiel uns der "etwas anders konstruierte" 500er Heli "HD 500 Cell DBDS" mit seiner Aluzelle und seinem breiten Riemen in der ersten Getriebestufe auf.

Damals war er noch mit einer provisorischen weißen Haube ausgestattet und nahm als Prototyp sogar am Flugprogramm teil. Seitdem haben wir uns über das www über den HD 500 Cell DBDS auf dem laufenden gehalten. Der Entschluss, ihn zu kaufen, fiel dann auf der ROTOR live 2014 nach genauem Studieren der edlen Mechanik und der Flugshow von Devon Conners...
Auf der Website der schwäbischen Firma HD Helicopters gibt es verschiedene Combos zur Auswahl. So kann man z.B. zwischen einem puren Bausatz bis hin zu der "HD 500 Cell DBDS High-End Combo" (inkl. Kontronik Pyro 600-09, Jive 100+ LV, iKON Flybarlesssystem und RJX Servos) die bevorzugte Combo auswählen. Da wir noch ein Microbeast aus unserem Align T-Rex 500 übrig hatten, haben wir uns für die Kontronik Combo mit Motor und Regler entschieden. Als Taumelscheibenservos sollten die neu auf den Markt gekommenen Savöx SV-1250MG sowie der Savöx SV-1273TG als Heckservo zum Einsatz kommen.
Bereits nach dem ersten Blick in den Baukasten mit seinen hochwertigen Aluteilen war die Vorfreude auf den Bau des HD 500 Cell DBDS riesengroß:-)!

 

Technische Daten des HD 500 Cell DBDS

  • Große 500er Klasse für 6S Antrieb optimiert
  • Rotorblätter: 465 bis 500 mm
  • Hauptrotordurchmesser mit 465 mm Blades : 1065 mm
  • New Direct Belt Drive System mit 18 mm Riemen und gewichtsoptimierten Aluminium-Riemenrädern für optimalen Rundlauf und hohe Laufkultur
  • Länge : ca. 970 mm
  • Breite: ca. 140 mm
  • Höhe: ca. 295 mm
  • Heckrotor: 220 mm
  • Hauptrotorwelle: Ø 10 mm
  • Heckrotorwelle: Ø 4 mm
  • Hauptzahnrad: 120 T
  • Ritzel 15T / 16T / 17T / 18T /19T / 20T wählbar
  • Hauptübersetzung 120T / 16T - 1 : 10 bis 1:8,00
  • Heckübersetzung: 76T / 16T - 1 : 4,8
  • Integrierter Heckriemenspanner
  • 50 mm Motoren einsetzbar
  • Hängende Akku - Montage zur Schwerpunktoptimierung
  • Motor-Gegenlager, 3-fach gelagerte Hauptrotorwelle
  • Doppelt kugelgelagerter Freilauf

 

Lieferumfang der HD 500 Cell DBDS Kontronik Combo

  • HD 500 Cell DBDS Kit mit HD500 Carbon-Rotorblättern und Carbon-Heckrotorblätter
  • Ausführliche Aufbauanleitung deutsch/englisch
  • 1 x Kontronik Pyro 600-09
  • 1 x Kontronik Jive 100+ LV

 

Unser Setup für den HD 500 Cell DBDS

 

  • Brushless Motor: Kontronik Pyro 600-09 mit 18T Ritzel
  • Brushless Regler / ESC: Kontronik Jive 100+ LV mit Alukühlkörper
  • Taumelscheibenservos: 3x Savöx SV-1250MG
  • Heckservo: Savöx SV-1273TG
  • Empfänger: Futaba R617FS
  • Flybarless System: BeastX Microbeast
  • Lipo Akku 1: GensAce 22,2V / 4000mAh / 60C
  • Lipo Akku 2: SLS XTRON 22,2V / 4000mAh / 40 C
  • Lipo Akku 3: mylipo.de 22,2V / 4000mAh/ 35C

 

Baubericht zum HD 500 Cell DBDS

HD 500 Cell DBDS Bausatz

Der HD 500 Cell DBDS Bausatz

 

Beim Öffnen des HD 500 Cell DBDS Bausatzes springt einem sofort die super lackierte, bunte GFK-Haube sowie die edlen Aluteile aus 7075 Aluminium (auch "Flugzeugaluminium" genannt) ins Auge. Alles ist sauber in einer hochwertigen, zweilagigen Schaumstoffverpackung verstaut. Zusammengehörende Bauteile sind in verschiedene Plastiktüten eingeschweißt. Die Abdeckung der Box eignet sich perfekt als Unterlage für den Bau. Die beiliegende zweisprachige (deutsch, englisch) Bauanleitung ist von sehr guter Qualität und übersichtlich gestaltet.

Dank der elektronischen Flybarless Systeme fallen die heutigen Rigid-Rotorköpfe mechanisch recht einfach aus und sind schnell montiert - so auch beim HD 500 Cell DBDS. Die Blattlagerwelle (8mm) ist an den Enden auf 6mm abgestuft, um die Axialdrucklager aufzunehmen, und wird auf jeder Seite über 2 O-Ringe im Rotorkopfzentralstück gelagert. In den Blatthaltern sind bereits die Radiallager eingesetzt. Die Axialdrucklager und die Dämpfergummis müssen vor dem Einbau gut gefettet werden (Fett liegt dem Bausatz keins bei).

 

Das Innenleben des HD 500 Cell DBDS Rotorkopfs

Das Innenleben des HD 500 Cell DBDS Rotorkopfs

 

Die Mitnahme des Taumelscheibeninnenrings erfolgt beim HD 500 Cell DBDS "klassisch" über zwei kugelgelagerte Hebel, die direkt am Zentralstück montiert werden. Eine DFC-Variante war ursprünglich geplant, wird aber wohl nicht angeboten werden. Die "klassische" Variante ist bei gedämpften Rotorköpfen mechanisch gesehen eh der sauberere und sicherere Weg... Die Befestigung des Rotorkopfzentralstücks auf der Hauptrotorwelle erfolgt über eine M2,5-Schraube mit Stoppmutter und wird noch zusätzlich mittels der beiden Befestigungsschrauben der Taumelscheibenmitnehmer geklemmt. Die spielfreie Taumelscheibe ist bereits vormontiert, die Kugelköpfe müssen jedoch noch alle mit Schraubensicherungslack (z.B. Loctite 243) gesichert werden.

 

Rotorkopf & Taumelscheibe des HD 500 Cell DBDS

Rotorkopf & Taumelscheibe des HD 500 Cell DBDS

 

Das Herzstück der HD 500 Cell DBDS Mechanik (DBDS steht übrigens für Direct Belt Drive System) bildet die stabile, verwindungssteife aber sehr leichte Aluminiumzelle (daher auch der Name "Cell"). Die beiden Kugellager für die Hauptrotorwelle (10mm) sind bereits ab Werk eingesetzt. Die Zelle nimmt neben den Taumelscheibenservos auch den Motor und den Regler samt ihrer Aluträger auf. Die beiden Aluträgerplatten sind auf der Unterseite mit Rippen versehen, um so für eine größere Oberfläche zur Kühlung des Motors und des Reglers zu sorgen. Zudem werden an ihr auch die sauber entgrateten CFK-Seitenteile angebracht. Der über Kopf vor der Hauptrotorwelle angebrachte Motor des HD 500 Cell DBDS wird über einen 18mm breiten Riemen mit dem Hauptgetriebe verbunden. In die Trägerplatte des Reglers ist bereits das Gegenlager zur Abstützung des Motors eingesetzt. Als Motorritzel haben wir uns passend zum Kontronik Pyro 600-09 für ein 18T-Ritzel entschieden. Neben dem perfekten Drehzahlbereich für harten 3D-Flug garantiert ein großes Ritzel einen guten Grip des Riemens. Direkt unter dem Aluriemenrad des Hauptantriebs befindet sich ein weiteres, welches über einen Riemen den Heckrotor antreibt. Beide Aluriemenräder sind sehr sauber gefräst und machen Dank ihrer stylischen "Speichen" auch optisch enorm was her. Dieser Direktantrieb mittels zweier Riemen ist verantwortlich für das extrem leise und angenehme Betriebsgeräusch des HD 500 Cell DBDS.
Bevor die Taumelscheibenservos an der Aluzelle angebracht werden können, müssen diese zunächst mittels des Flybarlesssystems auf Neutralpostion gebracht werden, damit die Servohebel in der korrekten, waagerechten Position angeschraubt werden können. Im eingebauten Zustand wäre dies nur sehr erschwert möglich. Besonders bei der Montage des Nickservos ist besondere Vorsicht geboten, damit das Anlenkgestänge genau vertikal durch die Aluführung läuft und nicht verspannt läuft. Bei den von uns verwendeten Hochvolt-Servos Savöx SV-1250MG mit einer Stellzeit von 0,11s/60° bei 6,0V genügte das Unterlegen eines Carbonplättchens für die korrekte Positionierung innerhalb der Aluzelle des HD 500 Cell DBDS.

 

Wichtig: Das Nickgestänge muss sauber laufen!

Wichtig: Das Nickgestänge muss sauber laufen!

 

Nach dem Einbau aller Taumelscheibenservos wird die Hauptrotorwelle mit montiertem Hauptrotorkopf durch die beiden Lager der Aluzelle geschoben. Im Bereich des Freilaufs ist die Hauptrotorwelle des HD 500 Cell DBDS auf 8mm abgestuft, hier wird eine gehärtete Hülse auf die Welle geschoben, um die Rotorwelle vor Beschädigungen durch den Freilauf zu schützen. Nach dem Aufschieben der beiden Aluriemenräder wird das Riemenrad des Heckanriebs mit der Hauptrotorwelle verschraubt. Hierbei ist ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl gefordert, weil alle Löcher so genau gefertigt sind, dass man diese 100%ig übereinander bekommen muss, um die Schraube hindurchstecken zu können. Über dem Domlager wird das Hauptgetriebe mittels Klemmring endgültig fixiert.

 

Die Zelle mit Savöx Servos und Kontronik Pyro 600

Die Zelle mit Savöx Servos und Kontronik Pyro 600-09

 

Im Anschluss folgt die Montage der CFK-Seitenplatten samt CFK-Trägerplatten für das Flybarlesssystem und den Empfänger sowie der Aluträgerplatten für den Motor und den Regler. Zwischen den beiden Haupt-CFK-Seitenplatten sitzt der verschiebbare Riemenspanner mit zwei Führungsrollen, über welchen die Feinjustierung der Riemenspannung vorgenommen werden kann. Fixiert wird der Riemenspanner von unten über 2 Madenschrauben. Das dritte Gegenlager - was für einen 500er Heli sicherlich nicht selbstverständlich ist - wird zwischen den beiden Haupt-CFK-Seitenteilen befestigt und ist neben der Aluzelle ein Garant für die enorme Steifigkeit des HD 500 Cell DBDS. Zur Aufnahme der Akkurutsche werden im vorderen Bereich noch weitere CFK-Seitenteile besfestigt, dazwischen sorgen Aluhülsen für den korrekten Abstand und die Stabilität des Chassis. Das Einrasten der Akkurutsche erfolgt über vier POM-Clips. Zusätzlich wird die Akkurutsche mit Klettband fixiert. Es können 6s Lipos mit einer Kapazität von bis zu 5000mAh im Chassis des HD 500 Cell DBDS untergebracht werden, die maximalen Abmessungen sind hierbei ca. 55 mm x 45 mm (Breite x Höhe).

 

Der HD 500 Cell DBDS auf eigenen

Der HD 500 Cell DBDS auf eigenen "Beinen"

 

Nach der Montage des extravaganten und schmalen Landegestells mit seinen CFK-Seitenteilen und Alukufen, steht der HD 500 Cell DBDS das erste Mal auf eigenen Beinen. Nachdem der Heckriemen durch die beiden Alublöcke zur Heckrohrbefestigung gezogen wurde, können diese zwischen den beiden Haupt-CFK-Seitenteilen des Chassis befestigt werden. Bevor das CFK-Heckrohr eingeschoben werden kann, müssen noch zuvor die POM-Führung für die Heckanlenkung (mit bereits durchgeschobener CFK-Stange) sowie der Aluschelle zur Befestigung der beiden CFK-Rohrabstrebungen montiert werden.

 

Heckrohrbefestigung des HD 500 Cell DBDS

Heckrohrbefestigung des HD 500 Cell DBDS

 

Nach dem Einschieben des Heckrohrs im Chassis und der Aufnahme (Tail case) der Heckrotorwelle in das Heckrohr, wird der Heckriemen um 90° (wie in der Anleitung beschrieben) gedreht und das Heckriemenrad ins "Tail case" geschoben (darauf achten, dass dieses nicht verkanntet). Die Fixierung der Heckrotorwelle erfolgt beim HD 500 Cell DBDS über einen Pin, welcher wiederum von einer Madenschraube an der Heckrotorwelle fixiert wird. Nachdem die Drucklager analog zum Hauptrotorkopf samt Blattlagerwelle und zweifach kugelgelagerten Blattgriffen montiert wurden, erfolgt die Montage der Pitchschiebehülse, welche der Combo bereits vormontiert vorliegt. Diese muss vor der Montage jedoch unbedingt auseinander genommen und mit Loctite 648 gesichert werden (besonders wichtig ist eine Sicherung des Bauteils HD500-3052 mit dem Bauteil HD500-3031). Die Befestigung der angedeuteten horizontalen CFK-Finne erfolgt mit Sekundenkleber und ist am besten noch zusätzlich von unten her mit Heißkleber mit der vertikalen CFK-Finne zu verkleben. Die Anlenkung der extrem spielarmen Heckrotoreinheit erfolgt beim HD 500 Cell DBDS über einen CFK-Stab (4mm), auf welchem noch die Gewinde für die Kugelpfannen mit Epoxy aufgeklebt werden müssen. Für einen perfekten Sitz der CFK-Heckrotorblätter werden in die Blatthalter noch Kunststoffhülsen eingeschoben. Die grobe Vorspannung des Heckriemens erfolgt durch Herausziehen des Heckrohrs, die Feinjustierung dann, wie bereits erwähnt, über den Riemenspanner. Es ist darauf zu achten, dass der Riemen nicht zu stark gespannt wird, d.h. der Rotor muss sich ohne großen Widerstand von Hand drehen lassen.

 

Das Riemenheck des HD 500 Cell DBDS

Das Riemenheck des HD 500 Cell DBDS

 

Nun steht der HD 500 Cell DBDS bis auf die Hauptrotoblätter und Haube fast komplett vor einem. Die mit 82g sehr leichten vollsymmetrischen 498mm Hauptrotorblätter passen saugend in die Blatthalter und werden mittels einer 4mm-Schraube und Stoppmutter befestigt. Alternativ liegen der Combo auch 3mm-Blattbefestigungsschrauben mit Reduzierhülsen dabei, um bei Bedarf auch andere Hauprotorblätter montieren zu können. Die Haube unseres HD 500 Cell DBDS musste in Verbindung mit dem Kontronik Pyro 600-09 noch etwas angepasst werden. So wurde mit dem Dremel eine Aussparung für den Motor herausgeschnitten, zudem macht es Sinn die Löcher zur Befestigung der Haube etwas nach hinten/oben versetzt neu zu bohren. Am besten hierfür die Habe samt Akku aufsetzen und damit die perfekte Position der Löcher bestimmen. Da die Haube bei uns hinten etwas überlappte, haben wir sie auch hinten etwas mit dem Dremel abgeschnitten. HD Helicopters hat aber darauf schon reagiert und legt den Combos nun eine perfekt passende V2 Haube bei.

 

Die für den Pyro 600 modifizierte Haube (V1)

Die für den Pyro 600 modifizierte Haube (V1)

 

Nach dem Anpassen der Haube war die Mechanik des HD 500 Cell DBDS auch schon fertiggestellt und es konnte der Einbau der restlichen Elektronikkomponenten, die Feinabstimmung der Gestängelängen sowie die Programmierung folgen.

 

Bilder des fast fertigen HD 500 Cell DBDS

 

Das Gewicht unseres HD 500 Cell DBDS

  • ohne Akku: 2096g
  • mit GensAce 22,2V / 4000mAh / 60C Lipo Akku: 2768g
  • mit SLS XTRON 22,2V / 4000mAh / 40C Lipo Akku: 2770g
  • mit mylipo.de 22,2V / 4000mAh/ 35C Lipo Akku: 2706g

 

Bilder vom Erstflug unseres HD 500 Cell DBDS

 

Erfahrungen nach 40 Flügen

  • Der Aufbau hat sehr viel Spaß gemacht und war total unproblematisch, da der gesamte Bausatz eine wirklich sehr gute Qualität aufweist.
  • Der HD 500 Cell DBDS hat verdammt viel Power, kein bislang von uns geflogener Heli geht so mühelos durch Loopings!
  • Knackiges Ansprechverhalten und super Hochachsen-Performance
  • Die Steuerpräzision ist für so einen "kleinen" Heli echt der Hammer! Der HD 500 Cell DBDS fühlt sich eher an wie ein 700er.
  • Sehr leises, aber "giftiges" Betriebsgeräusch
  • Der HD 500 Cell DBDS lässt sich sowohl mit niedrigen (z.B. 1950rpm) als auch mit hohen Drehzahlen (2800rpm) sehr gut fliegen.
  • Dank der bunten Haube ist der HD 500 Cell DBDS in allen Fluglagen sehr gut zu sehen

 

Skill Level

Skill Level 4-5

 

Wo gibt's die HD 500 Cell DBDS Kontronik Combo?

 

Video: HD 500 Cell DBDS build (Kontronik Combo / Savöx Servos)

 

Tipps & Tricks / Hinweise zum Aufbau

  • Die Carbonplättchen, die zum Unterlegen bzw. Befestigen der Taumelscheibenservos benötigt werden, befinden sich in einem extra Tütchen im Beutel "Step 5".
  • Die POM-Hülse, welche auf die Nickanlenkung aufgesteckt wird, muss sofort nach dem "Auskochen" (im heißen Zustand) auf das Gestänge geschoben werden. Wartet man zu lange, bekommt man sie nicht drauf.
  • Beim Einbau des Nickservos sollte man sehr vorsichtig und genau arbeiten, damit die Anlenkung nicht verbogen wird. Um eine genau senkrechte und leicht laufende Anlenkung zu bekommen, haben wir den Nickservo (Savöx SV-1250MG) mit 1 Carbonplättchen als Spacer untergelegt.
  • Die Außenseite der Kugelpfannen ist sehr schwer zu identifzieren. Man erkennt die Außenseite an einer winzigen Einkerbung unterhalb des Lochs.
  • Alle Teile des HD 500 Cell DBDS sind sehr genau und exakt gefräst. Dies bedeutet, dass man z.B. bei den Carbonplatten die Schlitze etwas nachschleifen muss (z.B. beim Einbau des Riemenspanners).
  • Beim Spannen des 18mm breiten Antriebriemens muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Riemen gleichmäßig gespannt ist. In der Mitte soll er ca. 2-3 mm eingedrückt werden können. Um dies zu erreichen spannt man zuerst den unteren Teil mit der Aluplatte (die für den Regler) und führt dann den Motor nach. Auch hierfür sollte man sich die Zeit für ein genaues Einstellen nehmen.
  • Vor dem Einbau des 3. Lagers der Hauptrotorwelle daran denken, dass man den Heckriemen schon zuvor über das Alurad geschoben hat.
  • Beim Justieren der Gestängelängen beachten, dass diese so gewählt werden, dass (wie immer) die 0° Pitch Position stimmt (90° Winkel). Siehe Anleitung Seite 9.
  • Die Akkurutsche des HD 500 Cell DBDS rastet etwas schwergängig ein. Klappt dies nicht sofort, diese durch "einseitiges bzw. leicht schräges Andrücken" vorsichtig zum Einrasten bringen.
  • Beim Anbringen der Carbonseitenteile wird mit der 3. Schraube (von vorne gesehen) eine Aluhülse / ein Aluspacer befestigt, dieser wird auf Seite 11 in der Anleitung nicht erwähnt.
  • Beim Spannen des Heckriemens darauf achten, dass sich die ganze Mechanik noch leicht drehen lässt. Ist diese schwergängig, muss der Riemen gelockert werden. Je nach Position des Riemenspanners, kommt man bei montiertem Heckservo nicht / nicht mehr gut an die Fixierschrauben ran. Daher den Spanner eher in der vorderen Hälfte montieren. Zudem ist hier der Einsatz von Inbusschlüsseln mit Kugel zu bevorzugen.
  • Bei der Montage des Heckrohrs darauf achten, dass dieses wirklich im richtigen Winkel durch die Aluhülsen geschoben wird, da auch hier alles sehr passgenau gefertigt ist.
  • Vor der Montage des Heckrohrs unbedingt schon die Führung für die Heckanlenkung sowie die "Alluschelle" zur Befestigung der beiden Abstrebungen aufschieben.
  • Bereits vor dem Ankleben der beiden Alugewinde an die Carbonanlenkung, diese durch die Führung schieben. Denn die Führung ist nicht zum Einklicken gedacht und kann beim Versuch des Einklickens abbrechen.
  • Beim Anbringen der Heckabstrebungen darauf achten, dass man die beiden Schrauben nicht zu weit reindreht, sonst kann u.U. das Carbon-Heckrohr beschädigt werden.
  • Das Heckrad (Pulley) des HD 500 Cell DBDS passt auch wie angegossen, daher auch hier lieber etwas mehr Zeit lassen, damit dies beim Einbau nicht verkantet. Hierzu kann man das Heckgehäuse (HD500-3022 ) mit den Fingern an der Stelle, an der es später in das Heckrohr geschoben wird, etwas zusammendrücken, dann lässt sich das Pulley ganz einfach montieren. Beim Fixieren des Heckrads mittels Pin, kann es sinnvoll sein, diesen etwas abzuschleifen, da dieser sonst nur sehr schwergängig zu montieren ist. Zudem ist davor zu Prüfen, ob alle Bohrungen frei von Spänen sind.
  • Vor dem Einbau der Pitchhülse (HD500-3000), diese unbedingt auseinanderbauen und mit Loctite 648 sichern.
  • Es ist sinnvoll, die beiden CFK-Zapfen auf jeder Seite am Chassis, welche die Haube fixieren, mit Schraumpfschlauch o.ä. zu versehen, damit diese die Haube nicht aufscheuern.

 

Hilfreiche Videos mit Technik-/Einstell-Tipps von Alan Moulton (Superstition Hobbies "The R/C Warehouse")

 

Tipp bei einer defekten Führung der Heckanlenkung

Tipp bei einer defekten Führung der Heckanlenkung

  • Leider haben wir bei der Montage unseres HD 500 Cell DBDS die CFK-Heckanlenkung in die POM-Führung (HD500-2037-1) eingeclipst und nicht wie vorgesehen eingeschoben. Daher ist diese leider abgebrochen. Da wir jedoch keine Lust hatten, das komplette Heckrohr wieder zu demontieren, haben wir mit drei Kabelbindern eine sehr einfache und perfekt funktionierende Lösung für dieses Problem gefunden (siehe Bild). Der erste Kabelbinder wird einfach um die POM-Führung geschlungen und (nicht zu fest) angezogen. Die beiden anderen fixieren dann den ersten Kabelbinder, damit dieser nicht verrutschen kann.

 

Einbau der Elektronikkomponenten beim HD 500 DBDS

Einbau der Elektronikkomponenten beim HD 500 DBDS

  • Den Kontronik Jive 100+ LV haben wir bei unserem HD 500 Cell DBDS mit den gelben Kabeln für den Motor nach vorne und mit der Metallfläche nach oben eingebaut. Auf der Metallfläche wurde mit Sekundenkleber ein Alukühlkörper aufgebracht. Alternativ kann man den Kontronik Jive 100+ LV auch andersrum einbauen und mit einem Wärmeleitpad befestigen, dann nutzt man die Aluplatte zur Befestigung als Kühlkörper. Den Kontronik Pyro 600-09 haben wir so montiert, dass die Kabel frontal aus der Aluzelle herausgeführt werden können. Da wir die Kabel nicht gekürzt haben, wäre es vielleicht besser gewesen, die Kabel des Pyro 600-09 seitlich herauszuführen. Die Kabel sind übrigens mit 6mm Goldstecker versehen, damit auch die Akkus unseres Align T-Rex 700E DFC HV verwendet werden können. Wir betreiben das BEC des Jive 100+ LV übrigens bei 6,0V und nutzen 2 BEC-Kabel, eines geht zum Futaba Empfänger, das andere zum Microbeast. Die beiden BEC-Kabel sind, geschützt in einem selbstschließenden Gewebeschlauch, auf der linken Seite unseres HD 500 Cell DBDS verlegt (siehe Bild unten). Die beiden Kabel für den Anschluss des Lipo Akkus haben wir mit Schrumpfschlauch versehen, damit sie nicht an der Aluzelle aufgescheuert werden.
  • Das Kabel des Nickservos (Savöx SV-1250MG) haben wir zunächst senkrecht am Servogehäuse nach oben geführt und an diesem mit schwarzem Gewebeband befestigt (siehe Bild oben, grüner Kreis). Danach verläuft das Servokabel schräg über die Zelle, zwischen den beiden anderen Taumelscheibenservos hindurch zum Microbeast. An den Stellen, an den es Kontakt zur Aluzelle hat, ist es gegen Durchscheuern mit Gewebeband ummantelt. Befestigt wurde es an der Zelle mit dünnen Kabelbindern.
  • Den Empfänger (Futaba R617FS) haben wir bei unserem HD 500 Cell DBDS seitlich, hinten links vor der Heckrohraufnahme mit Montageband befestigt und zusätzlich mit einem Klettband gesichert. Die Kabel vom Empfänger zum Microbeast haben wir auch geschützt in einem selbstschließenden Gewebeschlauch verlegt. So können sich diese nicht an den Kanten des CFK-Chassis, die übrigens ab Werk geglättet sind, aufscheuern.

 

Infos zu den Servos / Werte für das Microbeast

  Savöx SV-1250MG   Savöx SV-1273TG  
Betriebsspannung (V)  6,0  6,0 
Stellzeit 60° (sek)  0,11  0,08 
Stellkraft (Kg)  4,6  14,0 
Mittenimpuls* (µs)   1520  1520 
Max. Impulsfolge* (Hz)  200 (Taumelscheibe)  270 (Heck) 

* Quelle: Service Savöx Deutschland

 

Motor/Regler Setup und Rotordrehzahlen

Für unseren HD 500 Cell DBDS mit Kontronik Pyro 600-09 (mit 18T Ritzel) und Kontronik Jive 100+ LV in Verbindung mit der Futaba T8FG haben wir folgende Throttle-Einstellungen gewählt:

Flugzustand  Throttle (Gas)  Rotordrehzahl 
20%  ca. 1950 rpm 
40%  ca. 2400 rpm 
60%  ca. 2800 rpm 

Bei 1950rpm hört man den Kontronik Pyro 600-09 fast gar nicht, sondern praktisch nur die Rotorblätter. In diesem Drehzahlbereich ist der HD 500 Cell DBDS ein richtiger "Flüsterheli" und lässt sich trotzdem wunderbar und präzise steuern - und das Heck hält auch super!

Modifikation der "Cell V1"

HD 500 Cell DBDS - Modifiaktion für Servo
Die modifizierte "Cell" unseres HD 500 Cell DBDS der 1. Generation (siehe blaue Kreise)

In Verbindung mit einigen Servotypen reicht der Platz bei der "Cell V1" für den maximal erforderlichen Ausschlag nicht aus. Dies merkt man z.B. beim Einstellen des Microbeasts daran, dass man im "Parameter Menu" bei Punkt L "Einstellung der zyklischen Taumelscheibenbegrenzung" (bei Softwareversion 3.0) sehr schnell ans Limit (Anschlagen des Servohorns bzw. der Schraube zur Befestigung des Kugelkopfes an der "Cell") kommt und dadurch nicht die optimale Einstellung erreicht (Soll: Status LED = blau, Ist: Status LED = rot). Dies bedeutet eine Limitierung des zyklischen Ausschlags, was gerade beim 3D Flug auf Kosten der Wendigkeit geht. Daher haben wir die Aussparung mittels Dremel (Diamantscheibe) und Feile etwas vergrößert, wie oben im Bild zu sehen. Zusätzlich wurde die Schraube zur Befestigung des Kugelkopfes gekürzt. Dadurch kann der optimale zyklische Ausschlag eingestellt werden. 

Hinweis: HD Helicopters hat diese Problematik schnell erkannt und nachgebessert, so werden die aktuellen Kits schon lange mit einer überarbeiteten "Cell V2" ausgeliefert, bei welcher die Aussparung deutlich größer ist und somit kein Blockieren der Servohörner auftritt - unabhängig vom eingesetzten Servotyp.

Tuning

HD 500 mit Kontronik Pyro 650-78L (20T Ritzel) und 516 mm Hauptrotorblätter sowie 80,6 mm Heckrotorblätter von Rail Blades
Unser HD 500 Cell DBDS mit Kontronik Pyro 650-78L (20T Ritzel) und 516 mm Hauptrotorblätter sowie 80,6 mm Heckrotorblätter von Rail Blades.

Bildergalerie "HD 500 Orange Eyes"

Neben dem Pyro 650-78L und den Rail Blades haben wir uns noch die Carbon-Haube "Orange Eyes" mit EHELIS.DE Schriftzug von Canomod gegönnt. Gewicht der Carbon Haube: 206 g. Die Original Haube (GFK) wiegt 232 g.

 

Tuning Landegestell "HD500-2021-B Landegestell Tuning (2)"

HD 500 Cell DBDS Tuning Landing Gear
Der HD 500 Cell DBDS mit dem Tuning Landegestell

Seit Ende Juni 2015 bietet HD Helicopters ein alternatives Carbon Landegestell (2 mm dick, 39 g schwer) für den HD 500 an. Dieses bietet für uns folgende Vorteile:

  • Coolerer & aggressiverer Look
  • Einsparung von Gewicht (-50 g im Vergleich zum originalen Landegestell inkl. Gummistoppern)
  • Höhere Heckfreiheit: +3,5 cm (gemessen an der Finne)

Erhältlich ist dieses direkt bei HD Helicopters unter: http://www.hd-helicopters.com/hd500-2021-b-landegestell-tuning-2

 

Fazit

Mit dem HD 500 Cell DBDS hatten wir uns bewusst für ein etwas anderes Konzept entschieden. Die Konstruktion, die Qualität der Bauteile und die sehr guten Flugeigenschaften (bestaunt bei den Flugshows auf der "Rotor live 2014") hatten uns schnell überzeugt. Jedoch waren wir zunächst etwas unsicher, da HD Helicopters eine kleine Firma aus dem schwäbischen Nürtingen ist, die neu auf den schwerumkämpften RC Helikopter Markt gerstoßen ist. Da stellt sich natürlich die Frage nach der Ersatzteilverfügbarkeit. In einem Gespräch mit Jens, dem Eigentümer von HD Helicopters, wurde aber schnell klar, dass stets lieferbare Ersatzteile für ihn von höchster Priorität sind. So konnten auch die letzten Bedenken aus dem Weg geräumt werden. Bis heute haben wir den Kauf des HD 500 Cell DBDS in keinster Weise bereut, da die Qualität und die Flugeigenschaften wirklich großartig sind und er in einem großen Drehzahlbereich geflogen werden kann. Normalerweise fliegen wir lieber mit hohen Drehzahlen, den HD 500 Cell DBDS bewegen wir aber sehr gerne mit 1950 rpm im "low rpm"-Bereich. Auf der anderen Seite geht mit 3000 rpm so richtig die Post ab - wir sind noch keinen anderen Helikopter geflogen, der so abartig durch den einen Looping geht wie der HD 500 Cell DBDS! Und von der Steuerpräzision her erinnert er stark an einen 700er. Abschließend noch etwas zum Kundenservice von HD Helicopters: Was Jens hier leistet ist GROßARTIG - hier ist der Kunde wirklich König!

 

Zusätzliche Haubendesigns

 

Video: RC-Heli-Action: HD 500 Cell DBDS von HD Helicopters

 

Was wir uns für eine überarbeitete Version des HD 500 Cell DBDS wünschen würden

  • Optimierte Akkurutsche (bei uns bleibt diese stets montiert und zum Akkuwechsel werden die beiden Klettbänder gelöst)
  • Besser zugängiger Heckriemenspanner
  • Eine optimierte Führung des CFK-Stabes zur Anlenkung des Heckrotors, z.B. mit einer Schraube zur Klemmung (ähnlich der des T-Rex 700E DFC)
  • Optimierte, spielfreie Taumelscheibe
  • Optimierte Taumelscheibenmitnehmer

 

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